Unsere Gesundheit und eine geschonte Umwelt sind kaum in Gold aufzuwiegen

Immer wieder gehen wir in den Supermarkt und sind es gewohnt, dasselbe umfangreiche und vielfältige Sortiment an Lebensmitteln vorzufinden. Laut dem Bundesministerium für Umwelt konsumiert jeder Deutsche im Schnitt 500 kg Lebensmittel pro Jahr.

Während wir das stetig vielfältige Angebot das ganze Jahr über schätzen und es nicht mehr wegzudenken ist, denken wir viel zu selten an die Folgen dieses Luxus. Viele Menschen werden sich nicht bewusst Gedanken darum machen, wenn bei einer Schale Erdbeeren Südafrika als Herkunftsland genannt wird. Der Preis spielt dabei für viele Verbraucher auch eine Rolle. So ist der Preis für Lebensmittel, die in ärmeren Ländern in Massen produziert werden, deutlich geringer, als für regionale Produkte. Eine Folge dieser Art der Bereitstellung von Produkten ist der Wasserverbrauch. Wasser wird sowohl für den Anbau pflanzlicher Kost benötigt, als auch um den Durst des Viehs zu stillen. Beim Vieh erhöht sich die Bilanz natürlich drastisch, da dieses selbst auch gefüttert werden muss. Besonders ausschlaggebend im Bereich Wasserverbrauch ist dabei der Ort, an dem das Wasser verbraucht wird. In Deutschland kann man sich nicht vorstellen, dass ein paar hundert Liter verbrauchten Wassers kritisch wären. Allerdings wird Wasser für die Lebensmittelproduktion in Regionen verbraucht, die ohnehin bereits unter Wassermangel leiden. Weiterhin ist der Verzehr von Lebensmitteln eng mit dem Ausstoß von Treibhausgasen verbunden. 45 % der Treibhausgase, die durch Lebensmittel entstehen, beziehen sich lediglich auf Produktion und Transport. Treibhausgase, die in Verbindung mit einem Produkt oder Prozess stehen, nennt man auch CO2-Fußabdruck bzw. CO2-Footprint. Was kann man also als Mensch tun, um diesem Problem entgegenzuwirken? Es sollte uns bewusst werden, dass qualitativ hochwertiges und umweltfreundliches Essen seinen monetären Preis hat. Allerdings ist dieser Preis gerechtfertigt, da wir als Verbraucher dabei einen entsprechenden Gegenwert erhalten. Viele werden sich vermutlich darüber einig sein, dass die eigene Gesundheit und eine geschonte Umwelt kaum in Gold aufzuwiegen sind. Leider müssen wir realistisch bleiben, denn es ist eine Tatsache das wir, trotz der Absicht soviel wie möglich regional einkaufen zu wollen, es nicht immer einhalten können oder wollen. Rezepte die nicht nur saisonale Zutaten beinhalten in den Supermarkt müssen, weil der Verdienst zu niedrig ist, zur Mittagspause vom Geschäft aus kein Bauernladen zu erreichen ist und noch einige Gründe mehr.

 

Schreibt doch mal in die Kommentare, wie man das verbessern könnte oder wie ihr es mit den Regionalen und Saisonalen Produkten handhabt. 

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