Massentierhaltung

Massentierhaltung unterscheidet sich von regionaler Landtierhaltung deutlich. Die Umwelt wird deutlich stärker belastet und die Gesundheit der Tiere spielt für die Unternehmen solcher Betriebe nur eine nebensächliche Rolle. Doch was kommt dadurch letztendlich bei uns auf den Tisch?

Massentierhaltung unterscheidet sich von regionaler Landtierhaltung deutlich. Die Umwelt wird deutlich stärker belastet und die Gesundheit der Tiere spielt für die Unternehmen solcher Betriebe nur eine nebensächliche Rolle. Doch was kommt dadurch letztendlich bei uns auf den Tisch?

Die Haltung von Tieren in großen Mengen und auf engem Raum trägt maßgeblich zur Erhöhung der Treibhausgase bei. Diese entstehen nicht nur bei der Verdauung, sondern auch bei der Herstellung und dem Transport der Futtermittel. Um Platz für die massive Anzahl an Vieh zu schaffen, werden an vielen Orten der Welt Waldflächen in großen Mengen gerodet. Dies führt selbstverständlich dazu, dass wiederum weniger der entstehenden Treibhausgase wieder auf natürliche Weise abgebaut werden können.

Durch die großen Mengen an Gülle und den hohen Durst der Tiere, wird auch das Wasser in der entsprechenden Region stark belastet.

Neben der Umwelt haben auch die Tiere selbst zu leiden. Da oftmals viel Vieh auf engem Raum gehalten wird, kommt es zu physischen Verletzungen. Das Budget lässt es nicht zu, dass diese behandelt werden und somit entstehen Entzündungen, welche dann mit Antibiotika behandelt werden. Wissenschaftler vermuten, dass die regelmäßige Antibiotikabehandlung von Vieh dazu führen kann, dass die Menschen allein durch den Verzehr von Fleisch eine Antibiotikaresistenz entwickeln. Außerdem sind bereits in der Vergangenheit immer wieder Tierseuchen wie BSE (Rinderwahn) oder Vogelgrippe entstanden. Diese sind auch für den Menschen gefährlich geworden.

Viele dieser Aspekte weiten sich letztendlich auch auf das Produkt, das bei uns auf dem Teller liegt aus. Antibiotika, Hormone und schnelle Mast sind nur ein paar Punkte, die die Qualität des Fleisches reduzieren. Durch die Ernährung der Tiere mit möglichst billigem Mastfutter, ist das Fleisch auch nicht besonders reich an Nährstoffen. Weiterhin kommen die auf das Vieh angewendeten Hormone und Antibiotika letztendlich auch in unserem Körper an.

Massentierhaltung erzeugt viele negative Nebeneffekte. Am Ende hängt es wieder nur am Geld, da viele Bürger eben gerne ihre gewohnte Menge Fleisch essen, dafür aber nicht mehr bezahlen wollen. Allerdings sollte sich jeder damit beschäftigen, was er sich und der Umwelt damit antut und vielleicht nächstes mal doch lieber zur humaneren und regionalen Landhaltung greifen.

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