Bio oder lokal?

Als umwelt- und klimabewusste Konsumenten wollen wir informierte Entscheidungen über die Dinge, die wir kaufen, treffen.

Bei der Entscheidung, ob ein Bio-Produkt im Einkaufswagen landet oder nicht, spielen neben der eigenen Gesundheit, dem Preis und der persönlichen Meinung über synthetische Düngemittel und Pestizide auch noch andere Gesichtspunkte eine Rolle. Oft entscheidet beispielsweise die Verpackung darüber, was wir gern kaufen.

Auch wenn Bio-Produkte in ihrem Anbau generell umweltschonender sind, kann ihre Verpackung manchen Konsumenten abschrecken. Denn nur allzu oft werden sie einzeln in Plastik verpackt und zudem manchmal auf Styropor-Tabletts verkauft.

Am besten ist es natürlich, wenn man weiß, woher das Produkt kommt, das ist bei regionalen Lebensmitteln natürlich weitaus leichter zu bewerkstelligen. Grade kleinere Betriebe sind auch in Deutschland oft nicht bio-zertifiziert, da sie die lange und kostenintensive Prozedur scheuen, arbeiten aber unter Umständen auch ohne synthetische Düngemittel und Pestizide oder gehen zumindest sparsam damit um.

Außerdem kann die Biodiversität, also die Vielfalt von Lebewesen an einem Ort, beispielsweise in einem kleineren, breit aufgestellten landwirtschaftlichen Betrieb höher sein als bei einem Landwirt, der zwar in Bio-Qualität, dafür aber großflächig nur ein Produkt anbaut.

 

Transportwege

Aufgrund kürzerer Transportwege sind lokale Lebensmittel meist auch besser für die Umwelt, da auch Bio-Produkte auf dem Weg aus Spanien viel CO2 ausstoßen. Es kommt allerdings auch darauf an, ob sie energieintensiv im Gewächshaus angebaut und im Kühlhaus gelagert wurden oder nicht.

Außerdem stärkt regionaler Konsum die Region. Wir wissen, dass Nahrung Leben bedeutet (nicht umsonst nennen wir sie im Deutschen so eindrücklich “Lebensmittel”), aber auch kulturell von großer Bedeutung ist.

Wenn du Wert auf Nahrungsmittelqualität und den Geschmack deiner Kindheit legst, kannst du dazu beitragen, dass diese in deiner Heimatregion verbleiben, indem du deine lokalen Bauern unterstützt.

 

Regional heißt oft auch frischer, geschmacksintensiver und Vitamin-reicher.

Da Obst und Gemüse, das einen langen Transportweg vor sich hat, oft unreif geerntet wird, damit es nicht als Mus ankommt, hat es dementsprechend weniger Aroma, ist aber auch ärmer an Vitaminen und anderen gesundheitsförderlichen Nährstoffen.

Während Bio-Produkte generell umweltschonender sind und ihnen in vielen Fällen der Vorzug gegeben werden sollte, können trotzdem regionale nicht-Bio Produkte manchmal besser sein. Wer nicht gleich alles selbst anbauen will, sollte also am besten seinen lokalen Bauern persönlich kennenlernen. Das geht zum Beispiel im Hofladen, auf dem Wochenmarkt oder gesellig beim Hoffest. Vielleicht lässt er sich dann auf ein Gespräch mit dir über Bio-Gemüse ein. :)

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